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GreenCraft: Umweltwirtschaftliche Transformation im Handwerk

GreenCraft: Umweltwirtschaftliche Transformation im Handwerk
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Forschungsprojekt zur umweltwirtschaftlichen Transformation im Handwerk
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Forschungsprojekt | Laufzeit: Mai 2024 bis Mai 2027 | Gefördert von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen

Im Forschungsprojekt GreenCraft entwickelt die Kauz GmbH gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft Essen, der Kreishandwerkerschaft Mülheim/Oberhausen, der Lokaleshandwerk.de GmbH sowie dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und Fraunhofer UMSICHT eine digitale Plattform, die Handwerksbetriebe, private und gewerbliche Auftraggeber sowie Fördergeber intelligent miteinander vernetzt. Unterstützt durch Künstliche Intelligenz begleitet die Plattform Umweltprojekte von der ersten Anbahnung über die Planung bis zur Abwicklung und macht den gesamten Prozess damit effizienter, transparenter und zugänglicher.
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1. Ausgangssituation

Die Erreichung der Klimaziele gelingt nur, wenn politische Vorgaben konsequent in die praktische Umsetzung überführt werden. Das Handwerk ist dabei der zentrale Akteur dieser umweltwirtschaftlichen Transformation: Allein in Nordrhein-Westfalen setzen rund 196.000 eingetragene Betriebe mit 1,2 Millionen Beschäftigten klimafreundliche Vorhaben wie Wärmedämmung, Photovoltaik und den Einbau von Wärmepumpen direkt vor Ort beim Kunden um. Gleichzeitig erschweren komplexe Förderlandschaften, aufwendige Formularprozesse und die Koordination mehrerer Gewerke die zügige Realisierung solcher Projekte.

2. Herausforderung

Umweltprojekte betreffen selten nur ein Gewerk. Für eine energetische Sanierung müssen Auftraggeber, Handwerksbetriebe unterschiedlicher Gewerke und Fördergeber zusammengeführt werden, Informationen gebündelt und Antragsprozesse koordiniert werden. Bislang sind die relevanten Informationen zu Förderprogrammen über viele Quellen verstreut und nur mit hohem Rechercheaufwand zugänglich. Die Herausforderung besteht deshalb nicht allein in der Technologie, sondern vor allem im Aufbau eines digitalen Ökosystems, das alle Beteiligten zusammenbringt und den Umgang mit den notwendigen Formularen spürbar erleichtert.

3. Umsetzung

Im Projekt GreenCraft entsteht eine KI-gestützte Plattform, die Nachfrager und qualifizierte Handwerksbetriebe zusammenführt und die Abwicklung von Umweltprojekten standardisiert und vereinfacht. Gemeinsam mit den Projektpartnern wurden Use Cases erarbeitet, Fragenkataloge entwickelt und themenspezifische Klickstrecken zu Wärmedämmung, Wärmepumpe und Photovoltaik konzipiert, die Nutzerinnen und Nutzer gezielt durch die Plattform führen.
Die Kauz GmbH ist im Projekt für alle KI-bezogenen Themen verantwortlich: von der Anforderungsanalyse für den Einsatz von KI-Assistenten über die Konzeption und Umsetzung der KI-Architektur bis hin zur Begleitung und Dokumentation der entsprechenden Arbeitspakete. Ein zentraler Schwerpunkt ist der KI-basierte Förderberater-Agent, ein Chatbot, der Handwerkerinnen und Handwerker dabei unterstützt, für ihre Kunden passende Förderprogramme zu identifizieren. Hierfür hat Kauz eine LLM-optimierte Wissensbasis aufgebaut, die durch automatisiertes Crawling und regelmäßiges Re-Crawling relevanter Quellen stets aktuell gehal-
ten wird. Der Agent fragt nutzerspezifische Parameter wie Standort, Antragsstellertyp oder Denkmalschutzstatus ab und liefert auf dieser Basis passgenaue Empfehlungen. Verschiedene UX-Ansätze, etwa Klickoptionen, freie Texteingabe und die Integration in die Klickstrecken der Plattform, wurden erprobt und werden auf Basis von Praxis-Feedback kontinuierlich weiterentwickelt.

4. Ergebnis

Bereits nach der ersten Projektphase liegen konkrete Ergebnisse vor: Die priorisierten Use Cases und Fragenkataloge wurden gemeinsam mit den Praxispartnern erarbeitet, die Klickstrecken zu Wärmedämmung, Wärmepumpe und Photovoltaik sind konzipiert, und die KI-Architektur ist umgesetzt. Der Förderberater-Agent greift auf eine selbst aktualisierende Wissensbasis zu und wurde in verschiedenen Interaktionsvarianten getestet. Das Feedback aus der Praxis fließt laufend in die Weiterentwicklung ein, sodass die Plattform schrittweise an die realen Anforderungen der Handwerksbetriebe angepasst wird.

5. Ausblick

Bis zum Projektende im Mai 2027 wird die Plattform zu einem vollständigen digitalen Ökosystem weiterentwickelt, das Nachfrager und qualifizierte Handwerksbetriebe intelligent zusammenbringt, Informationen zu Umweltprojekten bündelt und deren Abwicklung vereinfacht. Langfristig soll GreenCraft einen messbaren Beitrag zur Steigerung der Sanierungsquote und zur Erreichung der Klimaschutzziele in Nordrhein-Westfalen leisten und gleichzeitig zeigen, welchen Mehrwert KI-Assistenten für das Handwerk schaffen können.

Starkes Partnernetzwerk für die Transformation im Handwerk

Das Vorhaben wird im Verbund realisiert:
• Kreishandwerkerschaft Essen (Projektkoordination)
• Kreishandwerkerschaft Mülheim/Oberhausen
• Kauz GmbH (KI-Assistenten und Förderberater-Agent)
• Lokaleshandwerk.de GmbH (Plattformarchitektur)
• Fraunhofer IML (Geschäftsmodelle und Prozessbegleitung)
• Fraunhofer UMSICHT (Umwelttechnik und Anforderungsanalyse)
• Umweltzentrum des Handwerks der HWK Düsseldorf (assoziierter Partner)

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